Die »Mund-Harmoniker«,ein Zwischenbericht

Als der Kirchenchor »Die Mund-Harmoniker« im November 2012 von der damaligen Presbyterin Sigrun Marun gegründet wurde, gab es skeptische Stimmen, die diesem Chor keine Überlebenschance gaben. Dieser Chor hat sich aber doch mehrere Jahre als lebendig und singfreudig erwiesen. Da er auch mit wenigen, aber mutigen Stimmen schöne und harmonische Klänge erzeugte, trug er seinen Namen zu Recht. Er wurde und wird immer noch ehrenamtlich von Josef Meinolf (Seppel) Opfermann geleitet. Der Chor wurde mal größer, in letzter Zeit allerdings immer kleiner. Er besteht zur Zeit laut Liste aus 12 Sängerinnen und dem Chorleiter. Da aus den verschiedensten Gründen die »Mund-Harmoniker« nicht immer vollzählig waren, sangen sie bei Konfirmationen, anderen festlichen Gottesdiensten und Projekten gewöhnlich zusammen mit den »Bodelswingers«. Die Zusammenarbeit war immer harmonisch, und bei einer gemeinsamen Chorfahrt im Jahre 2017 nach Blankenburg wuchsen die Chöre noch enger zusammen. Gemeinsam wurden größere Projekte durchgeführt wie die Konzerte »Mit Lieb bin ich umfangen«, »Abendlieder«, »Dr. Martin Luther stellt seine Lieder vor« und das »Drei-Fenster-Projekt«. Auch bei schon traditionellen Auftritten mit Advents- und Weihnachtsliedern in der Evangelischen Pfarrkirche zu Heeren-Werve oder in Kirchen von Bergkamen waren beide Chöre beteiligt, oft unterstützt vom Schulorchester des Städtischen Gymnasiums Kamen. Nähere Informationen kann man auf der Internetseite »www.tritonus.eu« finden.

Das nächste gemeinsame Projekt »Lieder von A bis Z« sollte am 07. Juni dieses Jahres zur Aufführung kommen. Es sollte einen Überblick über das vielfältige Repertoire beider Chöre geben, das klassische und neuere geistliche Lieder, Taizé-Lieder, Spirituals, Gospels, Volkslieder, Pop-Songs und Lieder aus Afrika umfasst. Dann machte das Corona-Virus diesem Vorhaben ein vorläufiges Ende, die Chorarbeit wurde verboten.

Als Ende August die Chorproben unter strengen Auflagen wieder beginnen konnten, war die Singfähigkeit aus den verschiedensten Gründen nicht gegeben (Angst vor Corona, gesundheitliche und familiäre Probleme, Umzug in andere Städte, nicht näher genannte Gründe). Zu vier Terminen erschien nur eine Sängerin, mit der natürlich geprobt wurde. Bei der letzten Probe am 15.9. waren 2 Sängerinnen und der Chorleiter anwesend, dadurch war ein dreistimmiger Gesang möglich. Nach einem Kurzurlaub des Chorleiters musste die Probe mangels Masse abgesagt werden, auch die letzte Probe vor den Herbstferien findet möglicherweise nicht statt. Es muss sich zeigen, ob nach den Herbstferien wieder Proben mit einer größeren Zahl von Sängerinnen und Sängern stattfinden können. Gerade mit Blick auf die Advents- und Weihnachtszeit wäre es wünschenswert, wenn der Chor weiter existieren könnte.

Es wäre schön, wenn die »Mund-Harmoniker« durch weitere Sänger/innen Verstärkung bekämen.

Josef Meinolf Opfermann